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Liebend:

Die meisten Angehörigen wünschen sich eine persönliche Beerdigung, würdevoll und „schön“, die positiven Erinnerungen an einen lieben Menschen sollen zur Sprache kommen und die Beerdigung soll helfen, los zu lassen – wenigstens ein bisschen Frieden zu finden über diesem Abschied.

Das gelingt am besten, wenn Sie im Trauergespräch auch unangenehme Dinge ansprechen. In jedem Leben gab es schwierige Zeiten und Dinge, auf die man nicht stolz ist. Das muss bei der Beerdigungspredigt nicht ausgebreitet werden. Und man denkt auch nicht gerne daran.
Aber es kann helfen, diese Dinge mit der Pfarrerin oder dem Redner dennoch anzusprechen. Es erleichtert, wenn auch das Platz haben darf – im Gespräch, in einem stillen Gebet, vielleicht dann auch in der Predigt.

Meine Kolleginnen und Kollegen werden damit behutsam umgehen und respektieren, was nicht gesagt werden soll.


Dagmar Knecht (*1965)
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