Bild von der Gedenkseite für Roderich Frantz

Roderich Frantz

* 25.7.1926 † München 12.8.2007
Brief an meinen Vater
"Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist Du Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Der du die Menschen lässest sterben. Und sprichst: kommt wieder Menschenkinder! Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden."
Du hattes in Deinem Leben ja viele Rollen zu übernehmen, die des "starken" Sohnes und des großen Bruders, des Ehemanns und Vaters, die des Großvaters, die des Vorgesetzten und Journalistenlehrers, die des Vertrauensmanns im Kirchenvorstand und des Gewerkschaftlers oder die des dichtenden Entertainers und des ernsten Trauerredners – und immer warst Du mit vollem Einsatz und dem Herzen dabei! Weißt Du, was mir ein lieber Freund geschrieben hat, nachdem er von Deinem Tod erfahren hat: „Dein Vater war ein unverbogener, aufrechter Mann, auf den Du stolz sein kannst. Wir erinnern uns alle gerne an ihn.“
Auch wenn Du den liebenden Gott immer mal wieder in Frage gestellt, hast, so warst Du doch durch und durch ein liebender Mensch, was ganz besonders auf Deine Ehefrau Ilse zutraf. Du warst ein großer Idealist, immer auf der Seite der Schwachen und wolltest, dass aus der Welt eine Bessere wird. Ich hatte oft das Gefühl, dass Du unter der Last, die Not der Welt auf Deinen Schultern tragen zu müssen, zusammenbrichst. Und wenn Du auch das Große Ganze nicht ändern konntest, so hast Du doch im Kleinen gezeigt, was es bedeutet, wenn Zuneigung und Liebe zu den Menschen ehrlich gelebt wird.
Jetzt sag ich „Servus“. Mein langjähriger Freund Knuth hat mich geröstet “Solange einer da ist, der sich liebend unserer erinnert, sind wir nicht tot“. Mein lieber Papa in meinem Herzen wirst Du immer einen ganz besonderen Platz behalten. Ich werde Dich vermissen, immer in Dankbarkeit und Liebe an Dich denken."
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