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Friedrich Hofmann

* Untersiemau 14.5.1904 † Bonn 16.6.1965
Belastet - oder nicht?

Hofmann trat bereits am 1. Mai 1933 der NSDAP bei. Aber trotzdem wurde es weithin klar als ein Nazi-Gegner wahrgenommen. 1938 beauftrage ihn die Kirchenleitung mit der Betreuung der „nichtarischen“ Christen. Zu diesem Zeitpunkt war er schon vier Jahre für die Seelsorge im Konzentrationslager Dachau zuständig und ab 1939 auch für die zum Tode verurteilten Häftlinge im Zuchthaus Stadelheim.

Er wehrte sich energisch gegen den Ausschluss nicht-arischer Studenten aus seiner Burschenschaft.

Aber um seine Arbeit möglichst wirkungsvoll zu tun und mit den Machthabern im Gespräch zu bleiben, ist er nie offiziell aus der NS-Partei ausgetreten. Deshalb wurde er nach dem Krieg seines hervorgehobenen Postens bei der Diakonie enthoben und arbeitete zunächst wieder als normaler Gemeindepfarrer, später dann als Militärseelsorger bei der Bundeswehr.

In Hohenbrunn. südöstlich von München, wurde eine Straße nach ihm benannt, in der ein Pflegenzentrum steht, das historisch mit seinem Wirken verbunden ist.
© Bild: Von Bundesministerium der Verteidigung - Archiv Corps Bavaria Erlangen, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=93040167
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