Bild von der Gedenkseite für Rainer Liepold

Rainer Liepold

* Mittweida 19.3.1942 † Berlin 8.5.1992
Ein Grabstein, auf dem mein eigener Name steht? Das ist kein Zufall. Der Verstorbene ist einer meiner beiden Patenonkel Ich bin nach ihm benannt. Als er 50-jährig gestorben ist, war ich sehr traurig und natürlich auch bei der Beerdigung in Berlin. Doch danach bin ich nie wieder am Grab gewesen.

Eine seine beiden Töchter - also meine Cousine - hat das Foto gemacht. Es kam vor kurzem auf dem Umweg über meine Eltern auf meinem Handy an. Ich war berührt...

Rainer war ein genialer Patenonkel: Er hat mit mir im Winter Rodeltouren (so richtig in den Bergen) gemacht, im Sommer Fußball gespielt und mich auf Sportveranstaltungen mitgenommen. Er ist mir damals unglaublich groß und stark vorgekommen. Er konnte mich in die Luft werfen und wieder auffangen.

Ich habe sein Lachen noch sehr vor Augen und den Optimismus, den er ausgestrahlt hat.

Wenn ich wusste, dass er uns aus Berlin besuchen kommt, war ich die Tage davor immer richtig aufgeregt vor lauter Vorfreude.

Als ich sieben Jahre alt war, durfte ich alleine zu ihm für eine Woche nach Berlin fliegen. Das war unglaublich spannend - gerade auch der Flug! Und Rainer war einer der ganz wenigen Menschen, wo ich kein Heimweh hatte.

Heute bin ich selber älter, als er geworden ist. Ich war - wie gesagt - nie wieder an seinen Grab. Habe ich ihn vergessen? Nein! Ich habe nur irgendwie nie einen Anlass, an ihn zu denken und immer so viel anderes zu tun. Aber JETZT möchte ich mal bewusst an ihn denken: Ich bin dankbar, dass es Dich gab, dass Du Dir Zeit für mich genommen hast und dass Du als Patenonkel Dinge mit mir unternommen hast, die meinen Eltern nicht mir mir gemacht hätten!
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